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FAQ – Kryptowährung

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Gelten Kryptowährungen für steuerliche Zwecke als Zahlungsmittel?

Nein. Steuerlich sind Kryptowährungen kein offizielles Zahlungsmittel, sondern gehören stattdessen zu den sonstigen Wirtschaftsgütern.

Unterliegen Kryptowährungen der gewöhnlichen Abschreibung?

Nein. Kryptowährungen gelten steuerlich als nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter und sind als solche keiner nutzungsbedingten Wertminderung ausgesetzt. Eine Absetzung für Abnutzung (AfA) ist deshalb nicht möglich.

Ist der Handel mit Kryptowährungen steuerpflichtig?

Ja, mit nur einer Ausnahme. Für die steuerliche Behandlung ist entscheidend, ob die Kryptowährungen betrieblich oder privat gehandelt werden. Der betriebliche Handel mit Kryptowährungen ist, je nach Rechtsform des Unternehmens, immer entweder einkommensteuer- oder körperschaftsteuerpflichtig. Der private Handel mit Kryptowährungen fällt hingegen nur bis zum Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist unter die Einkommensteuerpflicht.

Wie wird der betriebliche Handel mit Kryptowährungen besteuert?

Einkünfte aus dem betrieblichen Handel mit Kryptowährungen werden zusammen mit dem Gewinn des Unternehmens besteuert. Bei Einzelunternehmern und Personengesellschaften wird der progressive Einkommensteuertarif (mit einem Spitzensteuersatz von 55 %) angewendet, während bei Kapitalgesellschaften die Körperschaftsteuer in Höhe von 25 % anfällt.

Wie wird der private Handel mit Kryptowährungen besteuert?

Der private Handel mit Kryptowährungen wird als Spekulationsgeschäft besteuert, wenn sowohl Anschaffung als auch Veräußerung innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist stattfinden. In diesem Fall werden die erzielten Kursgewinne dem steuerpflichtigen Einkommen zugeschlagen und zum progressiven Einkommensteuertarif (mit einem Spitzensteuersatz von 55 %) besteuert.

Dagegen sind im privaten Handel mit Kryptowährungen erzielte Kursgewinne steuerfrei, wenn die Anschaffung zum Zeitpunkt der Veräußerung länger als ein Jahr zurückliegt, oder die während eines Kalenderjahres erzielten Einkünfte aus Spekulationsgeschäften insgesamt weniger als EUR 440,- betragen.

Können Kryptowährungen nach einem Jahr steuerfrei gehandelt werden?

Das hängt davon ab, ob die Kryptowährungen privat oder betrieblich gehandelt werden. Nur privat gehandelte Kryptowährungen können nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist steuerfrei veräußert werden. Einkünfte aus dem betrieblichen Handel mit Kryptowährungen sind hingegen unabhängig von der Behaltedauer immer steuerpflichtig.

Mit welchem Steuersatz werden Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen besteuert?

Das hängt zunächst davon ab, ob die Kryptowährungen privat oder betrieblich gehandelt werden. Einkünfte aus dem privaten Handel mit Kryptowährungen werden innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist zum progressiven Einkommensteuertarif (mit einem Spitzensteuersatz von 55 %) besteuert. Der progressive Einkommensteuertarif gilt außerdem für Gewinne aus dem betrieblichen Handel mit Kryptowährungen durch Einzelunternehmer und Personengesellschaften, während bei Kapitalgesellschaften die Körperschaftsteuer in Höhe von 25 % anfällt.

Ist der Wechsel zwischen Kryptowährungen steuerpflichtig?

Ja. Der Wechsel zwischen verschiedenen Kryptowährungen gilt steuerlich als Tauschvorgang, bei dem die eine Kryptowährung veräußert und im Gegenzug die andere Kryptowährung erworben wird. Die erstmalige Bewertung der erworbenen Kryptowährung erfolgt dabei mit dem Kurswert der dafür eingetauschten Kryptowährung.

Muss der Handel mit Kryptowährungen dokumentiert werden?

Ja. Der Handel mit Kryptowährungen muss lückenlos dokumentiert werden, damit den Finanzbehörden die Höhe der erwirtschafteten Einkünfte nachgewiesen werden kann. Ohne ausreichende Dokumentation droht eine Schätzung der Einkünfte durch die Finanzbehörden.

Ist der Handel mit Kryptowährungen umsatzsteuerpflichtig?

Nein. Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs sind Tauschvorgänge zwischen gesetzlichen Zahlungsmitteln und Kryptowährungen nicht umsatzsteuerpflichtig.

Wie wird Mining steuerlich behandelt?

Die Schaffung neuer Kryptowährungseinheiten (das sogenannte „Mining“) begründet steuerlich gesehen immer eine betriebliche Tätigkeit. Beim späteren Handel mit den selbst geschaffenen Kryptowährungseinheiten werden deshalb ausschließlich betriebliche Einkünfte erwirtschaftet, die als solche steuerpflichtig sind. Die Kosten der Schaffung neuer Kryptowährungseinheiten (z.B. Betriebskosten und Abschreibung der Hardware) können dabei als Betriebsausgaben gewinnmindernd angesetzt werden.

Können beim Handel mit Kryptowährungen auch Betriebsausgaben oder Werbungskosten angesetzt werden?

Ja. Ausgaben, die durch das Halten oder Handeln der Kryptowährungen entstanden sind (z.B. Handelsspesen), können je nachdem, ob der Handel betrieblich oder privat stattfindet, als Betriebsausgaben oder Werbungskosten angesetzt werden.

Müssen Gewinne aus dem privaten Handel mit Kryptowährungen in die Steuererklärung aufgenommen werden?

Ja. Sofern der private Handel mit Kryptowährungen als Spekulationsgeschäft steuerpflichtig ist, müssen die damit erzielten Kursgewinne als Einkünfte aus Spekulationsgeschäften in die Einkommensteuererklärung aufgenommen werden.

Die Aufnahme in die Einkommensteuererklärung ist nur dann nicht notwendig, wenn die Anschaffung der Kryptowährung zum Zeitpunkt der Veräußerung länger als ein Jahr zurückliegt oder die Einkünfte aus Spekulationsgeschäften im jeweiligen Kalenderjahr insgesamt weniger als EUR 440,- betragen.

Können Verluste aus dem privaten Handel mit Kryptowährungen steuerlich verwertet werden?

Nur eingeschränkt. Verluste aus dem privaten Handel mit Kryptowährungen können als Verluste aus Spekulationsgeschäften nur mit Einkünften aus anderen Spekulationsgeschäften und nur innerhalb desselben Kalenderjahres verrechnet werden.

Stand: 5. Jänner 2021

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